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Mammographie

Die Brustuntersuchung (Mammographie) dient der Früherkennung des Brustkrebses. Bei dieser Untersuchung wird ein konventionelles Röntgen in zwei Ebenen von der weiblichen Brust angefertigt. Um eine optimale Bildqualität zu erreichen, muss die Brust für diese Untersuchung komprimiert werden. Je besser diese Kompression durchgeführt wird, desto genauer und sicherer wird die Bildqualität und die Strahlenbelastung der Einzeluntersuchung nimmt ebenfalls ab. Leider wird diese Kompression von den Patientinnen teilweise auch als unangenehm empfunden. Unsere Assistentinnen versuchen diese Kompression jedoch so weit es geht zu optimieren, damit der Patientin keine Beschwerden entstehen. Die Kompression dauert nur wenige Sekunden und lässt nach der Bilderstellung unmittelbar nach.

Zusätzlich untersucht der Arzt die Brust auch klinisch und überprüft, ob im Drüsenkörper tastbare Verdichtungen zu finden sind. In manchen Fällen, besonders wenn der Drüsenparenchymkörper der Brust sehr dicht ist, beziehungsweise wenn eine tastbare Läsion nachweisbar ist, wird eine weiterführende Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt. Diese hat keine weitere Strahlenbelastung für die Patientin zur Folge.

Alle Mammographien werden von einem zweiten Radiologen zusätzlich befundet. Durch diese Doppelbefundung wird die Befundqualität noch gesteigert.

Unser Institut wurde mit dem Qualitätszertifikat der österreichischen Röntgengesellschaft (ÖRG) und der Bundesfachgruppe Radiologie (BURA) für Mammadiagnostik ausgezeichnet. Regelmäßige Re-Zertifizierungen bestätigen diesen hohen Qualitätsstandard.

Vorbereitung

  • Am Tag der Untersuchung sollten Sie auf die Verwendung von Deos und Körpercremes (Zinksalbe, Penaten-Creme) verzichten.
  • Bei reinen Vorsorge-Mammographien empfiehlt es sich, den Termin im Zeitraum zwischen 7. und 13. Zyklustag zu vereinbaren, da hier die Kompression weniger schmerzhaft ist und auch eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann.
  • Für Frauen mit neu aufgetretenen Veränderungen (z.B. Knoten, Haut- oder Brustwarzeneinziehungen) empfiehlt sich die zyklusunabhängige rasche Abklärung – zumindest mit Ultraschall.
   DZ10 Infofolder Mammografie (PDF, 1.335 KB)
 


Häufig gestellte Fragen

Wer soll zur Vorsorge gehen?

Das bundesweite Früherkennungsprogramm www.früherkennen.at lädt alle Frauen zwischen dem 45. und den 69. Lebensjahr alle zwei Jahre automatisch per Brief ein, eine Vorsorge-Mammographie durchführen zu lassen. Mit dieser Einladung können Sie jederzeit einen Termin bei uns vereinbaren. Sie benötigen hier keine weitere Zuweisung. Sollten Sie in dieser Altersgruppe sein, noch keine Einladung bekommen haben und dennoch eine Mammographie wünschen, dann können Sie gerne anrufen, einen Termin vereinbaren und nur mit ihrer ECard zu uns kommen. Allerdings ist eine solche Untersuchung nur alle 2 Jahre möglich.

Sollten Sie im Alter zwischen 40 und 44 Jahren, bzw. älter als 70 Jahre alt sein und eine Vorsorgemammographie in einem 2 Jahresabstand wünschen, so müssen Sie sich beim Früherkennungsprogramm selbstständig anmelden.
Zur Anmeldung

Auch dann bekommen Sie eine Einladung zugesandt, mit der Sie bei uns einen Termin vereinbaren können.

Wenn ich Beschwerden habe oder aus sonstigen Gründen früher eine Untersuchung der Brust benötige?

Sollten Sie eine familiäre Vorbelastung (Brustkrebs der Mutter unter 40 Jahren oder der Schwester) haben oder bei Ihnen bereits ein Krebs diagnostiziert wurde und Sie nun in der Nachsorge sind oder Sie Schmerzen oder eine tastbare Läsion haben so bitten wir Sie sich mit Ihrem / Ihrer Hausärztin / Hausarzt in Verbindung zu setzen und sich eine Zuweisung geben zu lassen, mit der Sie bei uns einen Termin zur Mammographie bekommen.

Wie groß ist die Strahlenbelastung der Mammographie?

Eine Brustvorsorgeuntersuchungen wird mit extrem niedriger Dosis durchgeführt. Da die Brust zwischen zwei Platten komprimiert wird, kann die Dosis noch weiter gesenkt werden. Wenn Frauen ab dem 40. Lebensjahr jährlich mammographiert werden, nimmt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken von 10 % auf 10,02 % zu. Das „natürliche Risiko“ ist also – gemessen an dem Risiko, durch Strahlenbelastung an Brustkrebs zu erkranken – ungleich höher.

Gibt es auch die Möglichkeit, von einer Ärztin untersucht zu werden?

In unserem Institut gibt es jede Woche fixe Termine, bei denen eine Ärztin aus einem Mammographie - Zentrum Sie persönlich untersucht. Wir bitten Sie, dies bei der Terminvereinbarung mit der Anmeldung anzugeben.

Mein Befund ist auffällig - was muss ich tun?

Sollte bei der Mammographie ein auffälliger oder bösartiger Befund erhoben werden, so versuchen unsere Ärzte dies mit Ihnen persönlich zu besprechen. Weiters bitten wir Sie empfohlene Maßnahmen zu setzen. Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich gerne an uns oder stellen Sie sich bei einem Brust Gesundheitszentrum vor.

Ich habe einen Knoten getastet, was muss ich tun?

Sollten Sie Schmerzen in der Brust oder eine tastbare Läsion haben, bitten wir Sie, unverzüglich Ihren Hausarzt zu kontaktieren und eine Zuweisung für eine Mammographie zu besorgen. Geben Sie bei der Anmeldung unbedingt an, dass sie einen tastbaren Knoten oder Schmerzen in der Brust spüren.